GEOS
Was ist GEOS für den Commodore 64?
GEOS (Graphic Environment Operating System) war ein grafisches Betriebssystem, das 1986 für den Commodore 64 veröffentlicht wurde. Es gab C64-Nutzern eine mausgesteuerte grafische Benutzeroberfläche zu einer Zeit, als die meisten Heimcomputer ausschließlich mit Textbefehlen arbeiteten. Für viele fühlte es sich an, als hätte man einen Mini-Mac auf einem erschwinglichen Heimcomputer.
Entwickelt von Berkeley Softworks (später in GeoWorks umbenannt), lieferte GEOS eine Suite eingebauter Produktivitätsanwendungen: GeoWrite für Textverarbeitung, GeoCalc für Tabellenkalkulation, GeoFile als Datenbank, GeoPaint zum Zeichnen und ein Uhrenprogramm. Es war eine bemerkenswerte technische Leistung angesichts der begrenzten Hardware des C64.

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Wie funktioniert GEOS?
GEOS wird von einer Diskette geladen und ersetzt den standardmäßigen C64-Textprompt durch eine vollständige grafische Umgebung. So läuft es Schritt für Schritt ab.
- 01
Von Diskette booten
Die GEOS-Diskette einlegen und den Commodore 64 starten. Das System lädt das Betriebssystem vom 1541 Disk Drive.
- 02
Grafische Oberfläche
Nach dem Laden erscheint ein Desktop mit Fenstern, Symbolen und einem Mauszeiger auf dem Bildschirm.
- 03
Dateiverwaltung
Dateien und Ordner werden als Symbole dargestellt und lassen sich per Maus auswählen, kopieren, verschieben und löschen.
- 04
Anwendungen starten
GeoWrite, GeoCalc, GeoFile und GeoPaint können direkt vom Desktop aus gestartet werden. Jede Anwendung öffnet sich in einem eigenen Fenster.
- 05
Maussteuerung
Eine 1351-Maus wird an den Joystickport angeschlossen und steuert den Zeiger auf dem Bildschirm. Alternativ funktioniert auch ein Joystick.
- 06
Speichern und Laden
Dateien werden auf Disketten über das 1541 Disk Drive gespeichert. GEOS verwaltet den Speicher automatisch, ähnlich wie ein modernes Betriebssystem.


Berkeley Softworks und die Entstehung von GEOS
Die Idee für GEOS stammt von Brian Dougherty, Jim Blomquist und Ron Luks, den Gründern von Berkeley Softworks. Sie erkannten die enorme installierte Basis des Commodore 64 und machten sich daran, etwas völlig Neues für diese Plattform zu schaffen: ein vollständig grafisches Betriebssystem auf nur 64 KB RAM.
Die erste Version, GEOS 64 1.0, erschien 1986 und wurde von C64-Nutzern gut aufgenommen. Berkeley Softworks benannte sich später in GeoWorks um und entwickelte GeoWorks Ensemble, ein GUI-Paket für IBM-kompatible PCs. GEOS war ein frühes Zeichen dafür, dass grafisches Computing auch auf bescheidener Hardware möglich war, Jahre bevor Windows sich als Standard durchsetzte.
Im Lieferumfang enthaltene Anwendungen
GEOS wird mit fünf eingebauten Anwendungen geliefert, die alle innerhalb der grafischen Umgebung ausgeführt werden.
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GeoWrite
Textverarbeitung mit mehreren Schriften, Fett-, Kursiv- und Unterstreichungsformatierung.
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GeoCalc
Tabellenkalkulationsprogramm für Berechnungen, Haushaltspläne und Dateneingabe.
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GeoFile
Datenbank zum Speichern und Durchsuchen von Datensätzen.
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GeoPaint
Pixel-Zeichenprogramm zum Erstellen von Grafiken in der nativen C64-Auflösung.
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deskTop
Zentraler Dateimanager und Starter für alle GEOS-Anwendungen.
Software
| Name | GEOS 64 v2.1581 |
| Entwickler | Berkeley Softworks (GeoWorks) |
| Erscheinungsjahr | 1986 |
| Erste Version | GEOS 64 1.0 |
Systemvoraussetzungen
| Arbeitsspeicher | Mindestens 64 KB |
| Laufwerk | 1541 Disk Drive |
| Maus | 1351-Maus (empfohlen) |
| Alternative | Joystick (Joystick-Anschluss) |
**** FREQUENTLY ASKED QUESTIONS ****
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