Commodore 64G
Der kostengünstige C64 von 1990 mit externem Netzteil
Der C64G: Der günstige C64
Vollständiger Commodore 64 zum niedrigsten Preis, mit externem Netzteil.
Der Commodore 64G kam 1990 als kostengünstigere Version des C64C auf den Markt. Da der Heimcomputermarkt immer wettbewerbsintensiver wurde und 16-Bit-Systeme wie Amiga und Atari ST immer mehr Boden gewannen, musste Commodore den C64-Preis so niedrig wie möglich halten. Der C64G war das Ergebnis: eine vereinfachte Maschine, die alles Wesentliche beibehielt und Überflüssiges wegließ.
Äußerlich ist der C64G kaum vom C64C zu unterscheiden. Beide teilen das gleiche flache, kantige Gehäuse, das 1986 eingeführt wurde. Der wesentliche Unterschied ist das Netzteil: Während der C64C seine Stromversorgung im Gehäuse integriert hat, verwendet der C64G ein separates externes Netzteil. Diese Änderung reduzierte Gewicht und Kosten der Maschine selbst, auf Kosten eines weiteren Kabels auf dem Schreibtisch.

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Auf Wirtschaftlichkeit ausgelegt
Commodore vereinfachte das C64G-Motherboard gegenüber dem C64C in mehrfacher Hinsicht. Der SID-Lautstärkeregler wurde bei den meisten regionalen Varianten entfernt, und der HF-Modulator entfiel in einigen Märkten, wo er weniger relevant war. Das Ergebnis war eine Platine mit weniger Komponenten und niedrigeren Herstellungskosten, die gleichzeitig vollständige elektrische und Software-Kompatibilität mit allen je gebauten C64-Modellen beibehielt.
In den meisten Märkten wurde der C64G als Gaming-Bundle verkauft, typischerweise mit einem Joystick in der Packung. Diese Positionierung machte ihn attraktiv als Geschenkidee, besonders für jüngere Käufer. Die Maschine war aggressiv bepreist und erschien oft in Spielzeugläden und Elektronikhändlern statt in spezialisierten Computergeschäften.
Das externe Netzteil des C64G verdient aus praktischen Gründen besondere Erwähnung: Das original C64-Netzteil ist unter Enthusiasten für seine Neigung bekannt, mit der Zeit auszufallen, manchmal auf eine Weise, die die Maschine beschädigen kann. Ein Ersatz-Netzteil ist heute leicht zu finden und einfach auszutauschen, was den C64G etwas pflegeleichter macht als frühere Modelle.
Technische Spezifikationen
| CPU | MOS 8500 @ 0,985 MHz (PAL) / 1,023 MHz (NTSC) |
| RAM | 64 KB |
| ROM | 20 KB (BASIC v2, KERNAL, Zeichensatz) |
| Sound | MOS 8580 SID (3 Stimmen) |
| Video | MOS 8565 VIC-II (PAL) / 8562 (NTSC) |
| Farben | 16 |
| Sprites | 8 Hardware-Sprites |
| Ports | 2x Joystick, Cartridge, Seriell, User, Datasette |
| Netzteil | Externes Netzteil (separates Gerät) |
| Erschienen | 1990 |
| Eingestellt | 1993 |
Das Innere des C64G
Unter dem Deckel verwendet der C64G den MOS 8500-Prozessor und den MOS 8580 SID-Chip, dieselbe Komponentengeneration wie spätere C64C-Modelle. Der 8580 SID erzeugt einen etwas saubereren Klang als der originale 6581, mit weniger Hintergrundrauschen und konsistenterem Filterverhalten. Manche Enthusiasten bevorzugen den wärmeren Charakter des 6581, aber für den alltäglichen Gebrauch ist der Unterschied subtil.
Der VIC-II-Grafikchip im C64G ist der MOS 8565 (PAL) bzw. 8562 (NTSC), wiederum identisch zum späten C64C. Leistung, Farbausgabe und Sprite-Fähigkeiten sind gegenüber jedem anderen C64 unverändert. Software, die 1982 für den Breadbin geschrieben wurde, läuft auf dem C64G von 1990 identisch.
Trotz seiner Budget-Positionierung ist der C64G in jeder Hinsicht ein vollwertiger Commodore 64. Die gesamte Softwarebibliothek, jedes Spiel, jede Demo, jede Produktivitätsanwendung läuft ohne Modifikation. Dies war Commodores größte Stärke während der gesamten C64-Ära und ist der Grund, warum die Maschine noch heute genutzt wird.

Der C64G heute
Der C64G ist eine der weniger bekannten C64-Varianten, was ihn für Sammler gerade wegen seiner relativen Unbekanntheit interessant macht. Produktionsserien variierten je nach Region, und die Maschine wurde nicht in allen Märkten verkauft, sodass die Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt begrenzter sein kann als beim Breadbin oder C64C.
Einen C64G zu identifizieren ist unkompliziert: externes Netzteil statt eingebautem Transformator, kombiniert mit dem flachen, kantigen C64C-Gehäuse. Das Fehlen des SID-Lautstärkereglers an der Rückseite ist bei vielen Varianten ein weiteres Erkennungsmerkmal. Die Platine trägt eigene Revisionsmarkierungen, die nach dem Öffnen des Gehäuses sichtbar sind.
Für alle, die mit original C64-Hardware einsteigen möchten, bietet der C64G einen unterschätzten Startpunkt. Er ist typischerweise günstiger als ein Breadbin, läuft mit jeder C64-Software, und das externe Netzteil macht Ersatzteile leichter zu beschaffen und einzubauen.

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